Schuldgefühle Archive - Leid und Freud
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Schuldgefühle Tag

Neue Rollen innerhalb der Familie Vanessa erzählt uns vom Unfalltod ihres Bruders, der jetzt ca. 1,5 Jahre zurückliegt. Wir sprechen über die Rolle als große Schwester, das Leid der Eltern lindern wollen, Schuldgefühle und wie man mit der Liebe im Herzen umgeht. Vanessa erzählt, wie sie mit ihrer Trauer umgeht und was sie gebraucht hat, um vor allem zu begreifen was passiert ist, aber auch mit den Schuldgefühlen umzugehen. Vanessa findest Du hier bei Instagram ...

Im Rahmen meines Themenmonats im April 2019 habe ich Geschichten von Sterneneltern gesammelt und veröffentlicht. Sterneneltern fühlen sich meistens unsichtbar, weil das Kind eben fehlt und zudem wird das Sternenkind totgeschwiegen, manchmal sogar in der eigenen Familie. Ich möchte, dass alle Sterneneltern sichtbar werden, dass das Thema Fehlgeburt, Totgeburt oder stille Geburt kein Tabu mehr ist und dass die Sternenkinder nicht in Vergessenheit geraten. Unsere Sternenkinder Leonie und Tim 1995 wurde nach einer unbeschwerlichen und problemlosen Schwangerschaft unsere große Tochter geboren. Zu meinem Glück fehlte jedoch immer ein zweites Kind. Doch mein Mann fand immer einen Grund, dass nicht der passende Zeitpunkt wäre. Aber wann ist der schon? Wie groß war meine Freude, als sich mein Mann nach 12 Jahren doch noch für ein 2. Kind entschied. Das war im März 2007. Noch größer war sie, als es gleich im 1. Übungszyklus geklappt hat. Beim 2. Ultraschall sah ich das Herzchen schlagen. In diesem Moment verliebte ich mich...

Ich habe in unserer Facebook Gruppe „Was bleibt, ist Deine Liebe“ gefragt, welche Frage die Mitglieder ihrer Trauer am liebsten stellen würden. Eine Teilnehmerin fragte „Warum konnten wir Dich nicht halten?“. Es geht dabei um einen Menschen, der sich entschieden hat freiwillig aus dem Leben zu gehen. Das "Warum?" Wenn jemand sich entscheidet sein Leben zu beenden (ob nun gewaltsam oder durch die Ablehnung von Medikation/Therapie), dann ist das für alle Betroffenen auch immer eine Art "Zurückweisung". Ein Schlag ins Gesicht. Irgendwie fragen wir uns dann "Warum will er/sie nicht mehr am Leben mit uns teilhaben? Was stimmt mit uns nicht? Was stimmt mit dem Leben nicht?" Sein eigenes Leben zu beenden ist gegen das Gesetz der Natur. Teilen wir doch alle den Willen zum Überleben. Wie also kann es sein, dass jemand den wir lieben, nicht mehr leben will? Eine solche Entscheidung stellt alles in Frage. Nicht nur die Beziehung, die wir zum Verstorben haben...

Man redet ja bekanntlich nicht schlecht von Toten. Oder doch? Trauer verbinden wir oft mit Sehnsucht, Schmerz, dem Fehlen eines geliebten Menschen, den wir uns zurück wünschen. Aber was, wenn wir uns einen Menschen nicht zurück wünschen? Ein Tabuthema. Wie ist das mit der Trauer wenn jemand stirbt mit dem wir zwar verbunden sind, aber zu dem wir keine Beziehung hatten? Vielleicht ein Ex-Partner, der uns betrogen hat oder ein Familienmitglied für das wir zwar rechtlich verantwortlich sind, aber zu dem wir nie ein enges Verhältnis hatten oder mit dem wir gar verstritten waren? Was wenn nach Jahren der Funkstille auf einmal die Nachricht kommt, dass der Konfliktpartner verstorben ist? Jemand in meiner Familie sagte einmal, dass meine Mutter froh sein könne, dass mein Vater sich von ihr getrennt hat, sonst müsste sie ihn jetzt im Rollstuhl über den Gang schieben und nicht seine neue Frau. Wie Ihr seht, empathisch läuft es in meiner Familie...

Gibt es eine Situation mit einer anderen Person, die Dir heute noch nachhängt? Vielleicht ein Streit. Oder das Ende einer Beziehung? Oder etwas, das Du mit Deinen Eltern erlebt hast? Irgendetwas von dem Du Dir eigentlich ein anderes Ende, ein weiteres Gespräch oder zBsp eine Entschuldigung erwartet hättest? Gib Dir selbst was Du von anderen erwartest Wenn Du denkst "Diese Person wird sich nie bei mir entschuldigen" oder "Der ist ja schon lange vorbei und ich kann die Sache nicht mehr ändern" dann gibst Du Deine Verantwortung ab. Ich zBsp habe so eine Situation mit einem Ex-Freund, der sich einfach aus dem Staub gemacht hat. Der einfach irgendwann weg war. Keine Nachrichten mehr, keine Anrufe. Bis heute denke ich oft darüber nach warum wir uns nie ausgesprochen haben und was ich ihm gerne sagen bzw von ihm hören würde. "Es tut mir Leid. Ich wünschte ich hätte Dir einfach sagen können, dass unsere Beziehung...