Schwellenzeit – den Grundstein für gesunde Trauer legen

eSeminar für Begleitende rund um Tod und Beisetzung (Bestattende, Redende, Trauerbegleitende)

Schwellenzeit nennen wir die Zeit zwischen Tod und Beisetzung. Wenn der Mensch zwar noch physisch und energetisch da ist, jedoch nicht mehr anwesend im uns bekannten Sinne.

In vielen Kulturen ist diese Zeit sehr kurz, bspw. im Islam 24-48h. In Polen soll kein Verstorbener das nächste Wochenende noch „erleben“. Bei einer Feuerbestattung kommt die Einäscherung als weiterer Punkt dazu und die Beisetzung folgt meist später. In Berlin vergehen aber auch gerne mal 2-3 Wochen, bis eine verstorbene Person beigesetzt wird. Wie können wir diese Zeit nutzen?

„Wissenschaftlich“ könnte man argumentieren, dass sich Trauernde in der ersten Trauerphase befinden, der Schockphase. Gleichzeitig treffe ich auf immer mehr Menschen, die schon während der Schwellenzeit nach Trauerbegleitung suchen. Aus meiner Erfahrung beginnt die eigentlich „Trauerarbeit“ erst nach der Beisetzung. Nach dem Moment, in dem das Umfeld zur Tagesordnung übergeht.

Was also machen wir mit Trauernden, die schon während der Schwellenzeit, manchmal eine Woche nach dem Tod eines geliebten Menschen Unterstützung suchen?
Wir bereiten den Abschied mit ihnen vor, bauen eine Brücke zwischen dem Todeszeitpunkt (vor allem, wenn dieser plötzlich kam), dem Heute und der bevorstehenden Beisetzung.

Dieser Kurs ist für Dich, wenn Du

  • Beruflich mit Menschen in dieser Zeit zu tun hast (vielleicht auch schon vorher und/oder nachher)
  • Wissen möchtest, wie Du einen sicheren Rahmen für einen individuellen Abschied schaffen kannst
  • Nach Ideen, Ritualen suchst, wie kreativ begleitet werden kann
  • Bisher noch nicht mit Menschen in der Schwellenzeit zu tun hattest, aber vorbereitet sein möchtest
  • Menschen darauf aufmerksam machen möchtest, diese Zeit „sinnvoll“ für sich zu nutzen

Als ich das erste Mal in der Bestattung zu tun hatte, habe ich Trauerbegleitung neu gelernt. Ich kannte bis dahin nur die Trauerbegleitung, die frühestens 3-6 Monate nach dem Tod einer geliebten Person gesucht wird.


Ebenso ist aus meiner Sicht ein „guter Abschied“ wichtig, um einen „gesunden Trauerprozess“ einzuleiten. Aber was ist ein „guter Abschied“? Das entscheiden immer die Zugehörigen und unsere Aufgabe in der Schwellenzeit ist es, herauszufinden, was für die Zugehörigen ein guter und gesunder Abschied sein könnte und einen sicheren Rahmen dafür zu schaffen.

Alexandra Kossowski

Inhalte

  • Was ist in dieser einmaligen Zeit wichtig?
  • Wie schaffe ich einen sicheren Rahmen?
  • Verstorbene nochmal sehen und was es bedeuten kann
  • Abschied als Prozess und nicht etwas Einmaliges
  • Ritualideen und kurzer Blick auf andere Kulturen

Wann & Wo?

29. September 2022
18:30-20:30 Uhr via Zoom
€80,00

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