Gewaltfrei Kommunizieren
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Gewaltfrei kommunizieren

Photo by Harli Marten on Unsplash

Gewaltfrei kommunizieren

Am Wochenende habe ich endlich einen Kurs in Gewaltfreier Kommunikation gemacht. Es geht darum wertschätzend in Kontakt zu bleiben, Bedürfnisse zu äußern und sich überhaupt klar zu werden darüber wie man auf das Verhalten des Anderen reagiert, also mit welchem Gefühl.

Die Grundannahmen der GFK

Grundlegend wichtig ist hier Empathie. Wir klagen nicht an oder bewerten die Handlung des Anderen.

  • Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigen
  • Menschen hungern nach Einfühlung und Wertschätzung
  • Unsere Bedüfnisse sind Motivation (Strategie) für unsere Handlungen
  • Grundsätzlich erlernen wir “trennende Kommunikation”, können daher auch gewaltfreie Kommunikation wieder erlernen

“Nicht die Handlungen des anderen lassen uns Gefühle erleben, sondern unsere (nicht) erfüllten Bedürfnisse.”

Sehr interessant finde ich vor allem die “Pseudogefühle”, also Begriffe, die wir als Gefühle verwenden. Am häufigsten sprechen wir von Pseudogefühlen, wenn wir den Satz beginnen mit “Ich fühle mich…” oder “Ich habe das Gefühl, dass…”. Ist das der Fall können wir meistens davon ausgehen, dass wir ein Gefühl in die Handlung des anderen hinein interpretieren. Hier wäre es wichtig sich in den anderen einzufühlen und zu fragen: “Wenn Du x, meinst Du dann y?” oder “Ärgerst/wunderst/fragst …  Du Dich, warum … und fühlst Du Dich dann xy?”
Signalisiere Deinem Gegenüber dass Du offen bist zu verstehen warum er/sie sich so verhält, statt verurteilend auf ihn/sie zuzugehen.

In der GFK gibt es daher viele Listen mit echen Gefühlen und auch ich werde ein paar neue Vokabeln lernen müssen 🙂

Perfekt für die Weihnachtszeit

Gerade jetzt im (engen) Kreis der Liebsten kann es schonmal zu Konflikten kommen oder zu unerfüllten Bedürfnissen, wenn Onkel Peter wieder zu viel raucht, Tante Ingrid nur vom Strickkurs erzählt oder Neffe Paul mit dem Handy spielt.

So geht’s:

Ich formuliere wertfrei was ich wahrgenommen habe – ich äußere meine BEOBACHTUNG:
“Du hast in den letzten 5 Jahren Pute zum Weihnachtsessen gekocht.” statt “Was, gibt es etwa schon wieder Pute?”

Danach formuliere ich das GEFÜHL, das ich dabei fühle: “Ich bin frustriert…”

…und danach ein BEDÜRFNIS: “….denn ich esse vegetarisch und der Schutz der Tiere ist mir sehr wichtig.”

Darauf folgt eine BITTE: “Ich bitte Dich daher nächstes Jahr an Weihnachten ein vegetarisches Gericht zu kochen.”

Wichtig ist, dass Du Dein Gegenüber ins Boot holst. Also nicht formulieren und erwarten, dass er/sie sofort Ja zu allem sagt. Versuche Dich einzufühlen, wieso Deiner Mutter die Pute an Weihnachten wichig ist. ZBsp “Ist es Dir wichtig die Pute jedes Jahr zu machen, weil es schon so bei Deinen Eltern war und Du sie vermisst?”

Dein Bedürfnis könnte auch sein mit Deinen Vorlieben gesehen zu werden: “Mir ist es wichtig, dass Ihr auch mal vegetarisches Essen probiert, ich möchte, dass Ihr meine Lebensweise wertschätzt.”

Das Schwierigste ist tatsächlich sich seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusst zu machen, damit ich sie überhaupt erst artikulieren kann. Du musst also vorher wissen was Deine Bitte an Dein Gegenüber sein soll.

Ich kann nur jedem empfehlen mal ein Seminar zu besuchen. Meistens dauern sie ein Wochenende und ich war zBsp an der VHS in Berlin was auch noch recht günstig ist.
Mehr Infos findes Du unter www.gewaltfreiforum.de.

 

Alexandra
info@leid-und-freud.de