Tod Archive - Leid und Freud
trauerbegleitung, trauerbegleiter, trauer, trauerarbeit, hilfe bei trauer, verlust, wie trauert man richtig, tod der eltern, tod des vaters, tod der mutter, tod des partners, scheidung, trennung, herzschmerz, liebeskummer, coaching, coach, alexandra kossowski, trauerbegleitung, sterbebegleitung, hospiz, verlust verarbeiten, trauer verarbeiten, trauer meistern, fels in der brandung, licht am ende des tunnels, trauerhilfe, trauerspruch
-1
archive,tag,tag-tod,tag-183,bridge-core-1.0.4,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,vertical_menu_enabled,side_area_uncovered_from_content,qode-theme-ver-18.0.9,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive
 

Tod Tag

Im Rahmen meiner Themenserie auf Instagram sprechen wir im April 2019 über Sternenkinder und -eltern. Innerhalb der ersten 24 Stunden erreichten mich unzählige Kommentare und Nachrichten von Sterneneltern zum Thema. Sie fühlen sich als "unsichtbare Eltern", ihre Sternchen werden "tot geschwiegen", es gibt zu wenig (gute) Hilfs- und Unterstützungsangebote. Ich recherchiere also weiter zum Thema und merke, dass es schon schwierig ist vernünftige Zahlen und Daten zu finden. Ich habe mir daher überlegt meine Ergebnisse einfach in einem Beitrag zusammenzufassen, auch, wenn ich momentan noch nicht weiß, ob das hilfreich sein wird. Aber erstmal sammeln...

Ich vergleiche den Sterbeprozess ja immer gerne mit dem Geburtsprozess. Beim letzten Death over Dinner haben wir auch viel darüber geredet. Wie zBsp eine Geburts- und eine Todesurkunde gleich aussehen. Ist eine Frau schwanger, ist allen klar, was nun passiert: Untersuchungen, Zimmer einrichten, Farben aussuchen, Kranken-/Geburtshäuser ansehen, eine Hebamme suchen, Mutterschutz beantragen, Geburtsvorbereitungskurs, ggf. Yoga, Massage, Akupunktur für Schwangere, "Baby Shower", ein letztes Mal als Paar essen gehen, ins Kino etc., Tasche packen u.v.m. Doch wenn jemand stirbt verfallen viele von uns in Panik, sind überfordert, haben keine Ahnung was als nächstes zu tun ist oder was der nächste sinnvolle Schritt sein könnte. Auch überrascht uns der Tod häufig. Wir sind hin und her gerissen zwischen begleiten, pflegen, verabschieden oder doch nochmal einen Heilungsversuch wollen...

Man redet ja bekanntlich nicht schlecht von Toten. Oder doch? Trauer verbinden wir oft mit Sehnsucht, Schmerz, dem Fehlen eines geliebten Menschen, den wir uns zurück wünschen. Aber was, wenn wir uns einen Menschen nicht zurück wünschen? Ein Tabuthema. Wie ist das mit der Trauer wenn jemand stirbt mit dem wir zwar verbunden sind, aber zu dem wir keine Beziehung hatten? Vielleicht ein Ex-Partner, der uns betrogen hat oder ein Familienmitglied für das wir zwar rechtlich verantwortlich sind, aber zu dem wir nie ein enges Verhältnis hatten oder mit dem wir gar verstritten waren? Was wenn nach Jahren der Funkstille auf einmal die Nachricht kommt, dass der Konfliktpartner verstorben ist? Jemand in meiner Familie sagte einmal, dass meine Mutter froh sein könne, dass mein Vater sich von ihr getrennt hat, sonst müsste sie ihn jetzt im Rollstuhl über den Gang schieben und nicht seine neue Frau. Wie Ihr seht, empathisch läuft es in meiner Familie...

Immer wenn ich erzähle, dass ich ehrenamtlich im Hospiz arbeite kommt "Oh wow, Respekt, aber ich könnte das nicht". Klar, verstehe ich. Jedoch frage ich mich oft, was sich Menschen unter einem Hospiz vorstellen. Ich habe letztens erzählt, wie lustig es manchmal ist. Und was für bewegende Geschichten ich oft höre. Da ist ein älterer Herr, der jedem der ihn besucht das Hochzeitsfoto von ihm und seiner Frau zeigt. Von 1963. Und mit Stolz erzählt er dann von seiner Frau. Immer noch, in 2018. Und er erzählt von seiner Arbeit in der DDR und was er alles erlebt hat. Dann eine andere Dame, die mir jede Woche dasselbe erzählt, aber wenn sie lacht sieht sie aus wie ein kleines Mädchen dass sich total freut, dabei zieht sie die Schultern so hoch. Sie sitzt jeden Nachmittag im Gemeinschaftsraum und trinkt ihren Kaffee. Vom gelebten Leben erzählen Es ist so wichtig, dass wir die Geschichten der...

Lebenskrisen wie der Tod oder die schwere Krankheit eines Angehörigen oder eine Trennung passieren Gottseidank nicht sehr häufig. Doch wenn sie passieren, dann sind diese kritischen Ereignisse umso einschneidender. Der Betroffene ist nicht nur abgelenkt oder sieht sich auf einmal ganz neuen Herausforderungen gegenüber, sondern er schläft vielleicht schlecht und ernährt sich weniger und ungesünder, sodass seine körperliche und geistige Belastbarkeit stark sinkt. Der Mitarbeiter ist weniger leistungsfähig und im Allgemeinen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Natürlich haben alle Verständnis, doch wie wirken sich Lebenskrisen der Mitarbeiter auf das Unternehmen aus? Wie können Unternehmen Mitarbeiter in Krisen unterstützen? Warum sollten sie das überhaupt tun? Ca. 52% der Erwerbstätigen haben bereits eine Krise durchlebt. Über die Hälfte aller Betroffenen nahmen an sich selbst eine körperliche Beeinträchtigung wahr. Knapp 80% klagten über psychische Probleme während oder nach einer Krise. Jeweils 35% fühlten sich in dieser Zeit nicht zufrieden mit der Arbeit und/oder meldeten sich krank. Führungskräfte spielen entscheidende Rolle Bewerten...