sterben Archive - Leid und Freud
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sterben Tag

Rebecca hat viele Menschen verloren: Ihre Halbschwester, ihre geliebte Oma, diverse Bekannte und eine ganz liebe Freundin durch Suizid. Auch wenn Rebecca erst 9 Monate alt war als ihre Halbschwester verstarb, so waren Angst und Trauer immer ein ständiger Begleiter. Wie Rebecca mit ihrer Trauer und ihrer Angst umgeht und warum es für sie und ihre Familie so wichtig ist vorzusorgen, erfahrt Ihr hier. Rebecca findet Ihr hier bei Instagram. Wenn auch Ihr Euch um Eure Vorsorge kümmern möchtet, findet Ihr hilfreiche Links, Dokumente und Tipps hier: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Formulare/Vorsorgevollmacht.html https://www.bundesgesundheitsministerium.de/patientenverfuegung.html 55 Minuten ...

Ich habe ein Interview mit Iris Willecke geführt. Sie hat den Memento Tag ins Leben gerufen, der am 8.8.2019 dazu inspiriert, offener mit den Themen Tod und Sterben umzugehen.   Liebe Iris, wie bist Du überhaupt zu den Themen Tod, Sterben und Trauerbegleitung gekommen? Ich bin gelernte Krankenschwester und habe viel auf onkologischen Stationen und später auch 2 Jahre im Hospiz gearbeitet. Tod und Sterben gehörten daher von Anfang an zu meinem beruflichen Alltag. Als ich 21 war, hat der Tod dann auch Einzug in mein Privatleben gehalten, denn da ist mein Verlobter tödlich verunglückt. Viele Jahre später habe ich den Befähigungskurs zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung absolviert und danach auch ein paar Jahre bei einem amb. Hospizdienst ehrenamtliche gearbeitet. Zur Trauerbegleitung bin ich eher zufällig gestoßen, - wobei es für mich ja eigentlich gar keine Zufälle gibt. Ich hatte in der Zeitung einen Hinweis auf einen Einführungskurs ins Thema gelesen und irgendwie passte es für...

Mir ist nun das Thema Trauer und Hochzeit mehrfach in Begleitungen/Coachings begegnet. Was machen wir, wenn wir trauern, aber Freunde/Familie heiraten? Wie können wir an einem freudigen Fest teilhaben, wenn uns eigentlich gar nicht nach Feiern zumute ist? In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass meine Mutter bspw. ihre Mutter beerdigt hat, am selben Tag, an dem ihr Schwager geheiratet hat. Sie war also morgens auf der Beerdigung meiner Oma und nachmittags auf der Hochzeit meines Onkels. Ich habe meinen Vater das letzte Mal lebend gesehen, als ich auf dem Weg zur Hochzeit meiner besten Freundin war. Eine Woche danach ist er dann verstorben. Mir ist trotzdem nie aufgefallen wie nah selbst wir schon "Leid und Freud" erlebt haben. Wie kommen Trauer und Freude zusammen? Oftmals denken wir, dass wir während der Trauer gar keine Freude empfinden dürfen. Wir glauben wir müssten immer traurig sein. Manchmal kommt uns alles freudige auch banal vor. Wie soll...

Ich vergleiche den Sterbeprozess ja immer gerne mit dem Geburtsprozess. Beim letzten Death over Dinner haben wir auch viel darüber geredet. Wie zBsp eine Geburts- und eine Todesurkunde gleich aussehen. Ist eine Frau schwanger, ist allen klar, was nun passiert: Untersuchungen, Zimmer einrichten, Farben aussuchen, Kranken-/Geburtshäuser ansehen, eine Hebamme suchen, Mutterschutz beantragen, Geburtsvorbereitungskurs, ggf. Yoga, Massage, Akupunktur für Schwangere, "Baby Shower", ein letztes Mal als Paar essen gehen, ins Kino etc., Tasche packen u.v.m. Doch wenn jemand stirbt verfallen viele von uns in Panik, sind überfordert, haben keine Ahnung was als nächstes zu tun ist oder was der nächste sinnvolle Schritt sein könnte. Auch überrascht uns der Tod häufig. Wir sind hin und her gerissen zwischen begleiten, pflegen, verabschieden oder doch nochmal einen Heilungsversuch wollen...

Immer wenn ich erzähle, dass ich ehrenamtlich im Hospiz arbeite kommt "Oh wow, Respekt, aber ich könnte das nicht". Klar, verstehe ich. Jedoch frage ich mich oft, was sich Menschen unter einem Hospiz vorstellen. Ich habe letztens erzählt, wie lustig es manchmal ist. Und was für bewegende Geschichten ich oft höre. Da ist ein älterer Herr, der jedem der ihn besucht das Hochzeitsfoto von ihm und seiner Frau zeigt. Von 1963. Und mit Stolz erzählt er dann von seiner Frau. Immer noch, in 2018. Und er erzählt von seiner Arbeit in der DDR und was er alles erlebt hat. Dann eine andere Dame, die mir jede Woche dasselbe erzählt, aber wenn sie lacht sieht sie aus wie ein kleines Mädchen dass sich total freut, dabei zieht sie die Schultern so hoch. Sie sitzt jeden Nachmittag im Gemeinschaftsraum und trinkt ihren Kaffee. Vom gelebten Leben erzählen Es ist so wichtig, dass wir die Geschichten der...