Gefühle Archive - Leid und Freud
trauerbegleitung, trauerbegleiter, trauer, trauerarbeit, hilfe bei trauer, verlust, wie trauert man richtig, tod der eltern, tod des vaters, tod der mutter, tod des partners, scheidung, trennung, herzschmerz, liebeskummer, coaching, coach, alexandra kossowski, trauerbegleitung, sterbebegleitung, hospiz, verlust verarbeiten, trauer verarbeiten, trauer meistern, fels in der brandung, licht am ende des tunnels, trauerhilfe, trauerspruch
-1
archive,tag,tag-gefuehle,tag-73,bridge-core-1.0.4,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,vertical_menu_enabled,side_area_uncovered_from_content,qode-theme-ver-18.0.9,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive
 

Gefühle Tag

Ich habe in unserer Facebook Gruppe für Trauernde gefragt: Welche Frage würdest Du Deiner Trauer gerne stellen? Eine Teilnehmerin fragte: "Wann sehe ich die Trauer als Freund und nicht -wie aktuell- als Feind?" Annehmen und akzeptieren Debbie Ford sagte einmal im Rahmen ihrer Arbeit mit Schatten: "What we resist, persists." Frei übersetzt bedeutet es so viel wie, wir geben Energie in das, worauf wir uns konzentrieren. Ein Beispiel: Wenn mich jemand nervt, dann denke ich mit großer Wahrscheinlichkeit darüber nach, wie sehr mich diese Person nervt. All die blöden Sachen, die diese Person macht, wie sie nicht merkt, dass sie nervt, wie sie spricht, sich kleidet, etc. Und wie leicht können wir uns in das Genervt-Sein reinsteigern. Ich glaube, jeder von uns hat das schonmal erlebt. Was aber gleichzeitig passiert ist, dass wir unsere ganze Energie zu dieser Person fliessen lassen. Auch, wenn es "negative" Energie ist. Und umso mehr Energie in etwas fliesst, umso...

Ich möchte Dir ein kleines Ritual vorstellen, dass Du entweder alleine oder mit Deinen Lieben zu Weihnachten machen kannst. Wir reflektieren dabei Gefühle wie Trauer, Erinnerungen, Mut, Liebe und Hoffnungen für das vergangene Jahr, aber auch für das Kommende. Was soll mich weiterhin begleiten? Wie kann ich die Erinnerungen an den Verstorbenen in meinen Alltag einbauen? Wo spüre ich Hoffnung und Liebe? Wir haben dieses Ritual im "Christmas with the ones we lost"-Event gemacht Mitte Dezember: Statt der 4 Adventskerzen zündest Du 5 Kerzen an. Am besten nacheinander, jeweils mit einer kurzen Pause, um für Dich nachzufühlen, was die Worte in Dir auslösen. 1. Kerze: Trauer Der Schmerz des Verlustes ist überwältigend. Er erinnert uns an die Liebe zu Dir. 2. Kerze: Erinnerung Damals, als wir gelacht haben, geweint, uns gestritten, uns geneckt. Die Freude und Liebe, die Du uns gabst. 3. Kerze: Mut Mut unsere Trauer anzunehmen, uns gegenseitig zu trösten, unser Leben neu auszurichten. 4. Kerze: Hoffnung Unsere Liebe...

Ich habe vor kurzem in unserer Facebook Gruppe „Was bleibt, ist Deine Liebe“ gefragt, welche Frage die Mitglieder ihrer Trauer am liebsten stellen würden. Eine Teilnehmerin fragte „Wann lässt Du mich mein Leben leben?“ Ich dachte sofort an „es lebt mich“, warum geben wir einem Gefühl so viel Kraft, dass es über unser Leben bestimmen kann? Was ist so groß, dass diese Botschaft der Trauer alles andere vereinnahmt? Die rosarote Brille Ich frage mich: wie wäre das umgedreht? Angenommen wir sind frisch verliebt. Wir kennen das ja alle, Liebe macht blind und so. Die rosarote Brille. Man vergisst Sachen, man „funktioniert“ praktisch nur noch in der Nähe des Anderen, man denkt an nichts anderes. Man ist euphorisiert, schläft kaum, ist aufgeregt. Bestimmt dann die Liebe auch das Leben? Sind wir dann nicht mehr entscheidungsfähig oder in der Lage unser Leben selbst zu gestalten? Klar, könnte man jetzt argumentieren, dass schon so manch eine schwerwiegende Entscheidung...

Man redet ja bekanntlich nicht schlecht von Toten. Oder doch? Trauer verbinden wir oft mit Sehnsucht, Schmerz, dem Fehlen eines geliebten Menschen, den wir uns zurück wünschen. Aber was, wenn wir uns einen Menschen nicht zurück wünschen? Ein Tabuthema. Wie ist das mit der Trauer wenn jemand stirbt mit dem wir zwar verbunden sind, aber zu dem wir keine Beziehung hatten? Vielleicht ein Ex-Partner, der uns betrogen hat oder ein Familienmitglied für das wir zwar rechtlich verantwortlich sind, aber zu dem wir nie ein enges Verhältnis hatten oder mit dem wir gar verstritten waren? Was wenn nach Jahren der Funkstille auf einmal die Nachricht kommt, dass der Konfliktpartner verstorben ist? Jemand in meiner Familie sagte einmal, dass meine Mutter froh sein könne, dass mein Vater sich von ihr getrennt hat, sonst müsste sie ihn jetzt im Rollstuhl über den Gang schieben und nicht seine neue Frau. Wie Ihr seht, empathisch läuft es in meiner Familie...

Wie entscheidest Du in schwierigen Situationen? Gerade in schwierigen Situationen sehen wir uns oft überfordert mit einer 'richtigen' Entscheidung. Bleiben oder gehen? Neuer Job oder alter? Scheidung oder nicht? Sich um eine/n Familienangehörige/n kümmern, obwohl man nicht gut miteinander auskommt? Wir versuchen dann oft zu fragen 'Was ist richtig? Was nicht?' Wir fragen Freunde um ihre Meinung, orientieren uns an dem was andere tun. Aber fragen wir welche Entscheidung uns gut tun würde? '...

Kennst Du das? Es geht Dir miserabel, vielleicht hast Du eine Trennung hinter Dir oder es ist tatsächlich jemand gestorben. Du heulst Dich aus, teilst Dein Leid, weisst nicht was Du tun sollst und Dein Gegenüber sagt nach einer gewissen Zeit: "Das wird wieder!". Oder: "Du bist doch noch jung." Oder: "Zeit heilt alle Wunden." Oder: "Reiß Dich zusammen." Gut gemeint ist nicht gleich gut Auch wenn wir wissen, dass die andere Person es gut meint, es ist nicht gut für uns. Was wir hören ist "Deine Gefühle sind nicht so schlimm, mach nicht so einen Wind darum, es ist eh bald alles wieder vergessen". Natürlich möchte die andere Person dass es uns besser geht und versucht uns damit zu vermitteln, dass wir nicht ewiglich leiden werden. Auch das ist vollkommen richtig. Der Schmerz und das Leid werden vorübergehen Doch jetzt, in diesem Moment leiden wir und das Herz schmerzt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen....