Gefühle Archive - Leid und Freud
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Gefühle

Immer wieder berichten mir Menschen in Trauer, dass sich Freundschaften während der Trauerzeit verändert haben. Oder sich der Freundeskreis halbiert hat. Oder dass die Menschen, von denen sie die meiste Unterstützung erhofft hatten sich nicht mehr gemeldet haben. Woran liegt das und wie geht man damit um? Generell gilt für alle Veränderungen im Leben, dass sie eine Entwicklung mit sich bringen. Wir lernen etwas Neues dazu, wir haben auf einmal andere Gefühle als vorher oder beschäftigen uns mit anderen Themen. Weil wir es müssen oder weil wir es wollen. Was das Thema Trauer so schwierig macht ist, dass es uns alle etwas angeht Es erinnert den anderen  wahrscheinlich an einen eigenen Verlust, der sehr schmerzlich war an einen unverarbeiteten Verlust und das Auseinandersetzen damit würde die eigenen verdrängten Gefühle hochbringen an die eigene Endlichkeit, den eigenen Tod daran, dass er keine Lösung für Dich hat und nichts sagen oder tun kann um Deinen Verlust...

In der Trauer durchleben wir viele Gefühle. Ohnmacht, Hilflosigkeit, Wut, Liebe und auch Freude, um nur ein paar zu nennen. Es ist wichtig, dass jedes Gefühl Raum bekommt. Wut Gerade Bewegung kann bei Wut gut tun, denn Du nutzt Deinen Körper um die Wut zu verarbeiten, wandelst sie sozusagen in Energie um. Ich erinnere mich, dass ich als Kind einmal ein komplettes Regalbrett mit Büchern und allem anderen was darauf stand "abgeräumt" habe. Einfach so, weil ich wütend war. Die Bücher flogen auf den Boden und ein Keramikteil zerbrach. Ich erinnere mich nicht mehr wieso ich eigentlich so wütend war. Meine Mutter kam in mein Zimmer und war total erstaunt, überrascht, aber auch erbost über mein Verhalten. Sie stapelte die Bücher wieder so wie vorher ins Regal und am nächsten Tag stand das Keramikteil, ein kleines Häuschen, in das man ein Teelicht stellen konnte, wieder zusammengeklebt im daneben. Als wäre nichts passiert Wenn ich heute...

Man redet ja bekanntlich nicht schlecht von Toten. Oder doch? Trauer verbinden wir oft mit Sehnsucht, Schmerz, dem Fehlen eines geliebten Menschen, den wir uns zurück wünschen. Aber was, wenn wir uns einen Menschen nicht zurück wünschen? Ein Tabuthema. Wie ist das mit der Trauer wenn jemand stirbt mit dem wir zwar verbunden sind, aber zu dem wir keine Beziehung hatten? Vielleicht ein Ex-Partner, der uns betrogen hat oder ein Familienmitglied für das wir zwar rechtlich verantwortlich sind, aber zu dem wir nie ein enges Verhältnis hatten oder mit dem wir gar verstritten waren? Was wenn nach Jahren der Funkstille auf einmal die Nachricht kommt, dass der Konfliktpartner verstorben ist? Jemand in meiner Familie sagte einmal, dass meine Mutter froh sein könne, dass mein Vater sich von ihr getrennt hat, sonst müsste sie ihn jetzt im Rollstuhl über den Gang schieben und nicht seine neue Frau. Wie Ihr seht, empathisch läuft es in meiner Familie...

Immer wenn ich erzähle, dass ich ehrenamtlich im Hospiz arbeite kommt "Oh wow, Respekt, aber ich könnte das nicht". Klar, verstehe ich. Jedoch frage ich mich oft, was sich Menschen unter einem Hospiz vorstellen. Ich habe letztens erzählt, wie lustig es manchmal ist. Und was für bewegende Geschichten ich oft höre. Da ist ein älterer Herr, der jedem der ihn besucht das Hochzeitsfoto von ihm und seiner Frau zeigt. Von 1963. Und mit Stolz erzählt er dann von seiner Frau. Immer noch, in 2018. Und er erzählt von seiner Arbeit in der DDR und was er alles erlebt hat. Dann eine andere Dame, die mir jede Woche dasselbe erzählt, aber wenn sie lacht sieht sie aus wie ein kleines Mädchen dass sich total freut, dabei zieht sie die Schultern so hoch. Sie sitzt jeden Nachmittag im Gemeinschaftsraum und trinkt ihren Kaffee. Vom gelebten Leben erzählen Es ist so wichtig, dass wir die Geschichten der...

Am Wochenende habe ich endlich einen Kurs in Gewaltfreier Kommunikation gemacht. Es geht darum wertschätzend in Kontakt zu bleiben, Bedürfnisse zu äußern und sich überhaupt klar zu werden darüber wie man auf das Verhalten des Anderen reagiert, also mit welchem Gefühl. Die Grundannahmen der GFK Grundlegend wichtig ist hier Empathie. Wir klagen nicht an oder bewerten die Handlung des Anderen. Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigen Menschen hungern nach Einfühlung und Wertschätzung Unsere Bedüfnisse sind Motivation (Strategie) für unsere Handlungen Grundsätzlich erlernen wir "trennende Kommunikation", können daher auch gewaltfreie Kommunikation wieder erlernen "Nicht die Handlungen des anderen lassen uns Gefühle erleben, sondern unsere (nicht) erfüllten Bedürfnisse." Sehr interessant finde ich vor allem die "Pseudogefühle", also Begriffe, die wir als Gefühle verwenden. Am häufigsten sprechen wir von Pseudogefühlen, wenn wir den Satz beginnen mit "Ich fühle mich...

Kennst Du das? Es geht Dir miserabel, vielleicht hast Du eine Trennung hinter Dir oder es ist tatsächlich jemand gestorben. Du heulst Dich aus, teilst Dein Leid, weisst nicht was Du tun sollst und Dein Gegenüber sagt nach einer gewissen Zeit: "Das wird wieder!". Oder: "Du bist doch noch jung." Oder: "Zeit heilt alle Wunden." Oder: "Reiß Dich zusammen." Gut gemeint ist nicht gleich gut Auch wenn wir wissen, dass die andere Person es gut meint, es ist nicht gut für uns. Was wir hören ist "Deine Gefühle sind nicht so schlimm, mach nicht so einen Wind darum, es ist eh bald alles wieder vergessen". Natürlich möchte die andere Person dass es uns besser geht und versucht uns damit zu vermitteln, dass wir nicht ewiglich leiden werden. Auch das ist vollkommen richtig. Der Schmerz und das Leid werden vorübergehen Doch jetzt, in diesem Moment leiden wir und das Herz schmerzt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen....

Manchmal sind die Tage grau, die Motivation im Keller, der Ausblick schlecht, Deine Laune miserabel und nichts läuft annähernd so wie Du es gerne hättest. Normal! Wir sind Menschen, keine Maschinen. Wir haben Gefühle, Empfindungen, chemische Reaktionen im Körper, mal schlecht gegessen, mal sind wir wetterfühlig, mal hormongesteuert. Ich nehme solche Tage generell hin, gehe früh ins Bett und weiss, dass der nächste Tag schon wieder anders sein wird. Wenn Du aber trotzdem etwas tun möchtest um wieder etwas positiver zu werden, habe ich hier 10 Tipps für Dich: Denk an Deinen größten Traum und stelle Dir vor wie Du Dich fühlst, wenn Du ihn erreicht hast. Ich möchte zBsp am Meer leben, fühle den Sand zwischen den Zehen, höre das Schreien der Möwen und mir bläst der Wind um die salzige Nase *seufz* Mache Sport bzw bewege Dich. Ob joggen oder spazieren gehen. Geh raus, atme die frische Luft tief ein, lass...

Kennst Du das? Eigentlich hast Du Hunderte Ideen für Dein Herzensprojekt, aber Dir fehlt die Motivation? Eigentlich hast Du eine volle To Do Liste, aber Du weisst gar nicht wo Du anfangen sollst? Ich habe heute für Dich 5 Schritte, die Dir Deine Motivation zurückbringen und Dich zum Anfangen/Weitermachen verleiten. Los geht's: 1. Time out Stelle sicher, dass Du Dir neben dem Job, den Kindern, dem Sport, dem Haushalt, etc genügend Zeit für Dich selbst nimmst. Wenn Dein Hobby oder Herzensprojekt nur ein weiteres To Do auf Deiner Liste ist, das Dir Druck bereitet, killt das Deine Motivation. Und wenn Du jetzt denkst 'aber genau die Zeit für mich habe ich nicht', dann überdenke das nochmal. Zeit ist eine Frage der Priorisierung. Priorisierung eine Frage der Wichtigkeit. Natürlich ist es schön, wenn auch noch Staub gewischt und aufgeräumt ist. Aber bringt Dich das mit Deinem Herzensprojekt weiter? Was ist langfristig für Dich wichtig? Sauberkeit...

Der letzte Tag des Jahres und natürlich der Tag an dem viele von Euch darüber nachdenken, wie das Jahr für Euch war. Ich denke seit einigen Wochen darüber nach, denn ich habe dieses Jahr einige Themen, die ich mit mir rumschleppe. Ich weiss nicht, wie ich sie lösen soll. Ich will aber auch eigentlich gar nicht mehr viel Energie dort reinstecken. Also sitze ich auch heute wieder hier und denke 'Willst Du das nächstes Jahr auch noch durchkauen? Nein, aber 100%ig loslassen kann ich es auch noch nicht.' Also was tun? Ich habe diese Situation in meinem Leben, über die ich immer wieder nachdenken muss. Die in ähnlicher Form schon vor ein paar Jahren passiert ist. Damals habe ich mir gesagt 'Das passiert Dir nie wieder!'. Nur zwei Jahre später ist es mir wieder passiert. Und darüber komme ich einfach nicht weg. Jeden Tag frage ich mich: Wie konntest Du nur wieder so doof sein? Warum hast Du wieder...