Gefühle Archive - Leid und Freud
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Gefühle

Ich vergleiche den Sterbeprozess ja immer gerne mit dem Geburtsprozess. Beim letzten Death over Dinner haben wir auch viel darüber geredet. Wie zBsp eine Geburts- und eine Todesurkunde gleich aussehen. Ist eine Frau schwanger, ist allen klar, was nun passiert: Untersuchungen, Zimmer einrichten, Farben aussuchen, Kranken-/Geburtshäuser ansehen, eine Hebamme suchen, Mutterschutz beantragen, Geburtsvorbereitungskurs, ggf. Yoga, Massage, Akupunktur für Schwangere, "Baby Shower", ein letztes Mal als Paar essen gehen, ins Kino etc., Tasche packen u.v.m. Doch wenn jemand stirbt verfallen viele von uns in Panik, sind überfordert, haben keine Ahnung was als nächstes zu tun ist oder was der nächste sinnvolle Schritt sein könnte. Auch überrascht uns der Tod häufig. Wir sind hin und her gerissen zwischen begleiten, pflegen, verabschieden oder doch nochmal einen Heilungsversuch wollen...

Jemanden zu verlieren ist eine der größten Herausforderungen in unserem Leben. Hier gibt es 10 Dinge, die Du über Trauer wissen solltest: 1) Wenn jemand seine Hilfe anbietet, nimm sie an Viele werden sagen "Melde Dich, wenn Du was brauchst". Nicht jeder wird es ernst meinen, aber manche wissen einfach nicht, was sie konkret tun können, um Dir zu helfen. Viele fühlen sich auch hilflos, weil sie Deine Trauer nicht leichter machen können. Direkt zu sagen was man braucht, kann auch für sie erleichternd sein. Die Kinder abholen, den Einkauf machen, mit dem Hund gehen, vielleicht auch mal die Wäsche aufhängen, das alles kann hilfreich sein und Dich erstmal entlasten. Scheue Dich nicht Hilfe anzunehmen oder danach zu fragen. 2) Manche Menschen werden emotionslose Dinge sagen "Du bist doch noch jung, Du findest jemand Neues", "Du kannst noch viele Kinder bekommen", "Immerhin leidet er/sie jetzt nicht mehr", etc. Viele wissen nicht, was sie sagen...

Ich habe in unserer Facebook Gruppe für Trauernde gefragt: Welche Frage würdest Du Deiner Trauer gerne stellen? Eine Teilnehmerin fragte: "Wann sehe ich die Trauer als Freund und nicht -wie aktuell- als Feind?" Annehmen und akzeptieren Debbie Ford sagte einmal im Rahmen ihrer Arbeit mit Schatten: "What we resist, persists." Frei übersetzt bedeutet es so viel wie, wir geben Energie in das, worauf wir uns konzentrieren. Ein Beispiel: Wenn mich jemand nervt, dann denke ich mit großer Wahrscheinlichkeit darüber nach, wie sehr mich diese Person nervt. All die blöden Sachen, die diese Person macht, wie sie nicht merkt, dass sie nervt, wie sie spricht, sich kleidet, etc. Und wie leicht können wir uns in das Genervt-Sein reinsteigern. Ich glaube, jeder von uns hat das schonmal erlebt. Was aber gleichzeitig passiert ist, dass wir unsere ganze Energie zu dieser Person fliessen lassen. Auch, wenn es "negative" Energie ist. Und umso mehr Energie in etwas fliesst, umso...

Ich habe in unserer Facebook Gruppe „Was bleibt, ist Deine Liebe“ gefragt, welche Frage die Mitglieder ihrer Trauer am liebsten stellen würden. Eine Teilnehmerin fragte „Warum konnten wir Dich nicht halten?“. Es geht dabei um einen Menschen, der sich entschieden hat freiwillig aus dem Leben zu gehen. Das "Warum?" Wenn jemand sich entscheidet sein Leben zu beenden (ob nun gewaltsam oder durch die Ablehnung von Medikation/Therapie), dann ist das für alle Betroffenen auch immer eine Art "Zurückweisung". Ein Schlag ins Gesicht. Irgendwie fragen wir uns dann "Warum will er/sie nicht mehr am Leben mit uns teilhaben? Was stimmt mit uns nicht? Was stimmt mit dem Leben nicht?" Sein eigenes Leben zu beenden ist gegen das Gesetz der Natur. Teilen wir doch alle den Willen zum Überleben. Wie also kann es sein, dass jemand den wir lieben, nicht mehr leben will? Eine solche Entscheidung stellt alles in Frage. Nicht nur die Beziehung, die wir zum Verstorben haben...

Ich möchte Dir ein kleines Ritual vorstellen, dass Du entweder alleine oder mit Deinen Lieben zu Weihnachten machen kannst. Wir reflektieren dabei Gefühle wie Trauer, Erinnerungen, Mut, Liebe und Hoffnungen für das vergangene Jahr, aber auch für das Kommende. Was soll mich weiterhin begleiten? Wie kann ich die Erinnerungen an den Verstorbenen in meinen Alltag einbauen? Wo spüre ich Hoffnung und Liebe? Wir haben dieses Ritual im "Christmas with the ones we lost"-Event gemacht Mitte Dezember: Statt der 4 Adventskerzen zündest Du 5 Kerzen an. Am besten nacheinander, jeweils mit einer kurzen Pause, um für Dich nachzufühlen, was die Worte in Dir auslösen. 1. Kerze: Trauer Der Schmerz des Verlustes ist überwältigend. Er erinnert uns an die Liebe zu Dir. 2. Kerze: Erinnerung Damals, als wir gelacht haben, geweint, uns gestritten, uns geneckt. Die Freude und Liebe, die Du uns gabst. 3. Kerze: Mut Mut unsere Trauer anzunehmen, uns gegenseitig zu trösten, unser Leben neu auszurichten. 4. Kerze: Hoffnung Unsere Liebe...

"Trauerbegleitung im Coaching" ist ein Gastbeitrag für www.psylife.de, einem Magazin für Coaches, psychologische Berater und Psychotherapeuten.   Es betrifft uns alle, aber kaum jemand möchte sich aktiv mit diesem Thema auseinandersetzen: Dem Tod. Einher gehen Abschied, Verlust, Sterben, Trauer und Krise. Unzählige Menschen beschäftigen sich erst Jahre nach dem Todesfall mit ihrer Trauer, entweder weil sie durch Depressionen, Burn-out o.ä. dazu „gezwungen“ werden oder weil einfach vorher „kein Raum“ dafür da war. Erst letztens sagte eine ältere Dame zu mir „Das Kind soll doch fröhlich sein!“ Das Kind hatte seine Mutter verloren, ihre Tochter. Ich bin der Meinung: Nein, das Kind darf traurig sein. Gerade auch ältere Geschwister gehen oft in die Verantwortung für jüngere Geschwister oder sogar für den überlebenden Elternteil und erhalten nie die Möglichkeit selbst offen zu trauern. Trauerbegleitung kann hier auch im Coaching sinnvolle Arbeit leisten. Sheryl Sandberg sagte „Es ist ok, dass es nicht ok ist“. Ich habe diesen Satz...

Ich habe vor kurzem in unserer Facebook Gruppe „Was bleibt, ist Deine Liebe“ gefragt, welche Frage die Mitglieder ihrer Trauer am liebsten stellen würden. Eine Teilnehmerin fragte „Wann lässt Du mich mein Leben leben?“ Ich dachte sofort an „es lebt mich“, warum geben wir einem Gefühl so viel Kraft, dass es über unser Leben bestimmen kann? Was ist so groß, dass diese Botschaft der Trauer alles andere vereinnahmt? Die rosarote Brille Ich frage mich: wie wäre das umgedreht? Angenommen wir sind frisch verliebt. Wir kennen das ja alle, Liebe macht blind und so. Die rosarote Brille. Man vergisst Sachen, man „funktioniert“ praktisch nur noch in der Nähe des Anderen, man denkt an nichts anderes. Man ist euphorisiert, schläft kaum, ist aufgeregt. Bestimmt dann die Liebe auch das Leben? Sind wir dann nicht mehr entscheidungsfähig oder in der Lage unser Leben selbst zu gestalten? Klar, könnte man jetzt argumentieren, dass schon so manch eine schwerwiegende Entscheidung...

Trauer ist ein Prozess, d.h. es gibt irgendwann gute Tage und dann auch wieder schlechte. Wie eine Berg- und Talfahrt, wie eine Wanderung, wie beim surfen. Eine Freundin von mir hat die Surfanalogie für ihre Coachingmethode genommen und von ihr habe ich verstanden, dass man beim Surfen immer auf den Punkt schaut, zu dem man will und nicht auf den, der direkt vor einem liegt. Ich frage mich: Geht das in der Trauer auch? Phasen der Trauer Wer sich schon ein bisschen mit Trauer befasst hat weiss, dass es fünf Phasen der Trauer gibt (so wie die Phasen einer Krise). 1. Leugnen, 2. Wut, 3. Verhandeln, 4. Depression, 5. Akzeptanz. Ohne jetzt näher darauf einzugehen kannst Du wahrscheinlich diese Phasen nachvollziehen, wenn Du Dich an eine Krise oder einen Trauerfall erinnerst. 'Phase' bedeutet aber in dem Fall nicht, dass man drei Monate für Phase eins braucht, dann vier Wochen wütend ist und danach, von...

Dieser Artikel ist auch erschienen als Gastbeitrag in www.notanotherwomanmag.com. Immer wieder berichten mir Menschen in Trauer, dass sich Freundschaften während der Trauerzeit verändert haben. Oder sich der Freundeskreis halbiert hat. Oder dass die Menschen, von denen sie die meiste Unterstützung erhofft hatten sich nicht mehr gemeldet haben. Woran liegt das und wie geht man damit um? Generell gilt für alle Veränderungen im Leben, dass sie eine Entwicklung mit sich bringen. Wir lernen etwas Neues dazu, wir haben auf einmal andere Gefühle als vorher oder beschäftigen uns mit anderen Themen. Weil wir es müssen oder weil wir es wollen. Was das Thema Trauer so schwierig macht ist, dass es uns alle etwas angeht Es erinnert den anderen  wahrscheinlich an einen eigenen Verlust, der sehr schmerzlich war an einen unverarbeiteten Verlust und das Auseinandersetzen damit würde die eigenen verdrängten Gefühle hochbringen an die eigene Endlichkeit, den eigenen Tod daran, dass er keine Lösung für Dich hat und...