Beziehung Archive - Leid und Freud
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Beziehung

Dieser Artikel ist auch erschienen als Gastbeitrag in www.notanotherwomanmag.com. Immer wieder berichten mir Menschen in Trauer, dass sich Freundschaften während der Trauerzeit verändert haben. Oder sich der Freundeskreis halbiert hat. Oder dass die Menschen, von denen sie die meiste Unterstützung erhofft hatten sich nicht mehr gemeldet haben. Woran liegt das und wie geht man damit um? Generell gilt für alle Veränderungen im Leben, dass sie eine Entwicklung mit sich bringen. Wir lernen etwas Neues dazu, wir haben auf einmal andere Gefühle als vorher oder beschäftigen uns mit anderen Themen. Weil wir es müssen oder weil wir es wollen. Was das Thema Trauer so schwierig macht ist, dass es uns alle etwas angeht Es erinnert den anderen  wahrscheinlich an einen eigenen Verlust, der sehr schmerzlich war an einen unverarbeiteten Verlust und das Auseinandersetzen damit würde die eigenen verdrängten Gefühle hochbringen an die eigene Endlichkeit, den eigenen Tod daran, dass er keine Lösung für Dich hat und...

...es sei denn ich bin Deine beste Freundin. Dann hast Du natürlich Glück :-) Im Ernst, eine beste Freundin, ein bester Freund, die Mutter, Schwester, der Vater, Onkel, egal wer sind alle super hilfreich wenn es uns schlecht geht. Sie hören zu, kochen unser Lieblingsessen, gehen für uns einkaufen oder geben uns ganz einfach das Gefühl, dass wir nicht alleine sind in dieser schwierigen Zeit. Und das ist sehr, sehr wichtig und vor allem sehr wertvoll. (Also sage der Person heute mal direkt, dass Du dankbar bist für ihre Unterstützung!) Was jedoch kann eine Freundin nicht leisten? Ich meine das gar nicht negativ, im Sinne von "Eine Freundin kann Dir nicht helfen" oder "nur ein bisschen über das zu reden was passiert ist hilft halt nicht". Im Gegenteil, Dein privates Umfeld ist natürlich die erste Anlaufstelle wenn Dir etwas passiert. Und oftmals reicht das auch schon. Aber was, wenn Du merkst, dass es eben nicht...

Wie entscheidest Du in schwierigen Situationen? Gerade in schwierigen Situationen sehen wir uns oft überfordert mit einer 'richtigen' Entscheidung. Bleiben oder gehen? Neuer Job oder alter? Scheidung oder nicht? Sich um eine/n Familienangehörige/n kümmern, obwohl man nicht gut miteinander auskommt? Wir versuchen dann oft zu fragen 'Was ist richtig? Was nicht?' Wir fragen Freunde um ihre Meinung, orientieren uns an dem was andere tun. Aber fragen wir welche Entscheidung uns gut tun würde? '...

Gibt es eine Situation mit einer anderen Person, die Dir heute noch nachhängt? Vielleicht ein Streit. Oder das Ende einer Beziehung? Oder etwas, das Du mit Deinen Eltern erlebt hast? Irgendetwas von dem Du Dir eigentlich ein anderes Ende, ein weiteres Gespräch oder zBsp eine Entschuldigung erwartet hättest? Gib Dir selbst was Du von anderen erwartest Wenn Du denkst "Diese Person wird sich nie bei mir entschuldigen" oder "Der ist ja schon lange vorbei und ich kann die Sache nicht mehr ändern" dann gibst Du Deine Verantwortung ab. Ich zBsp habe so eine Situation mit einem Ex-Freund, der sich einfach aus dem Staub gemacht hat. Der einfach irgendwann weg war. Keine Nachrichten mehr, keine Anrufe. Bis heute denke ich oft darüber nach warum wir uns nie ausgesprochen haben und was ich ihm gerne sagen bzw von ihm hören würde. "Es tut mir Leid. Ich wünschte ich hätte Dir einfach sagen können, dass unsere Beziehung...

Am Wochenende habe ich endlich einen Kurs in Gewaltfreier Kommunikation gemacht. Es geht darum wertschätzend in Kontakt zu bleiben, Bedürfnisse zu äußern und sich überhaupt klar zu werden darüber wie man auf das Verhalten des Anderen reagiert, also mit welchem Gefühl. Die Grundannahmen der GFK Grundlegend wichtig ist hier Empathie. Wir klagen nicht an oder bewerten die Handlung des Anderen. Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befriedigen Menschen hungern nach Einfühlung und Wertschätzung Unsere Bedüfnisse sind Motivation (Strategie) für unsere Handlungen Grundsätzlich erlernen wir "trennende Kommunikation", können daher auch gewaltfreie Kommunikation wieder erlernen "Nicht die Handlungen des anderen lassen uns Gefühle erleben, sondern unsere (nicht) erfüllten Bedürfnisse." Sehr interessant finde ich vor allem die "Pseudogefühle", also Begriffe, die wir als Gefühle verwenden. Am häufigsten sprechen wir von Pseudogefühlen, wenn wir den Satz beginnen mit "Ich fühle mich...